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Das Wort des Pfarrers
 
 
 
     
 
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Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen ein gesegnetes neues Jahr. Zunächst einmal möchte ich allen ein herzliches Dankeschön sagen, die bei der Gestaltung des Weihnachtsfestes mitgewirkt haben. Dank den Mitwirkenden beim Krippenspiel, Dank den Musikern, dank denen, die alles vorbereitet haben. Danke dem Chor für die musikalische Gestaltung der Christmesse. Dank den Gestaltern der Krippe und des Altarraumes. Dank den Ministranten. Einen herzlichen Dank allen Helferinnen und Helfern, die das Taize-Treffen bei uns organisiert und mitgetragen haben. Dank den Quartier-Gebern. Danke den Sternsingern und den Organisatoren. Und Dank den Helferinnen und dem Helfer, die uns das leckere Büfett zum Neujahrsempfang bereitet haben. Danke für die saubere Kirche. Dank auch allen, die ich möglicherweise vergessen habe. Wenn ein Fest gelingen soll, braucht es viele helfende Hände. Nur ist es immer schwierig, diese zu finden. Neben dem Argument, das kann ich nicht, ist die häufigste Ansage, ich habe keine Zeit. Häufig hört man sie auch, wenn es um das Beten geht. Der Sinn für das Gebet scheint verloren gegangen zu sein. Das Gebet wird als etwas Überflüssiges angesehen, was mir nur die Zeit stiehlt für Dinge, die mich im Leben weiterbringen, so denken viele. Wer so denkt, ist arm dran. Er meint seine Zeit sinnvoll zu verwenden, dabei vertrödelt er sie mit unwichtigen Sachen. Er übersieht, dass es nicht seine Zeit ist, sondern die ihm von Gott geschenkte Zeit. Er ist es, dem ich mein Leben verdanke, ja dem ich alles verdanke, was ich im Leben habe. Da ist es doch angebracht, dem Geber alles Guten, Gott, ein wenig von dieser Zeit zu „opfern“. Gebet ist keine verlorene Zeit, im Gegenteil, wer sich Zeit für das Gebet nimmt, dem gibt Gott in reichem Maß Zeit zurück. So hat der, der sich Zeit zum Beten nimmt, unterm Strich wesentlich mehr Zeit zur Verfügung, als der, der meint, mit „Seiner Zeit“ sein Leben zu gestalten. Er wird immer seiner Zeit hinterherrennen, und sie wird trotzdem nicht reichen. Nehmen Sie sich Zeit für das Gebet, und erfahren Sie die Kraft, die von ihm ausgeht. Wie und was und wann Sie beten, muss jeder für sich selber herausfinden, da gibt so viele Möglichkeiten, wie es Menschen gibt. Wichtig nur ist, dass Sie den richtigen Adressaten anrufen, und der ist Jesus Christus. Mit ihm immer wieder Kontakt aufnehmen, das ist beten, und letztlich mit ihm eine tiefe Freundschaft zu schließen, dann haben Sie den Sinn des Lebens erkannt. Gebet ist immer auch Dialog. Wenn ich meine Sache „losgeworden“ bin, dann gehört zum Gebet auch das Schweigen und Hören, denn er gibt mir eine Antwort. Oft nicht die, die ich gerne hören wollte, aber ganz sicher die, die für mich die beste ist. Versuchen Sie es, und Sie werden mir recht geben. Wem das alleine Beten schwerfällt, der ist herzlich dienstags um 18.30 Uhr zum Gebetskreis eingeladen. In Gemeinschaft fällt es oft leichter, sich selbst mal loszulassen. Gott schenke Ihnen die Einsicht und die Kraft zum Gebet.

Es grüßt und segnet Sie
Ihr Pfarrer Misgaiski

 
 
 
 
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