| |
In unserem Land gibt es viele Menschen die daran glauben, dass Träume, die uns in der Zeit von Weihnachten
bis zum Fest der Heiligen drei Könige im Schlaf bewegen, in Erfüllung gehen. Ich könnte mich mit diesem
Glauben zumindest in einem flüchtigen Gedanken anfreunden, wenn damit tatsächlich ein Wunsch in Erfüllung ginge.
Situationsbeschreibung -
Mit der Begründung "Stiftung St. Joseph, Berlin-Rudow" erscheint der Fortbestand des "Bau- u. Fördervereins
der Pfarrei St. Joseph e.V." , dem einen oder anderen Gemeindemitglied als nicht mehr notwendig. Wer diesem
Gedanken nachgeht, befindet sich auf einem Irrweg. Warum? Es ist richtig, dass beide Gebilde annähernd die
gleichen Ziele verfolgen, nämlich, die Gemeindearbeit sowie die damit verbundenen religiösen, kirchlichen,
mildtätigen und gemeinnützigen Anliegen der Gemeinde zu fördern und zu unterstützen. Hierfür wird das jeweils
vorhandene Vermögen benötigt und eingesetzt.
Worin besteht jetzt der Unterschied?
Sehr ausführlich hat dies der Vorstand der Stiftung in den Pfarrnachrichten im September 2008 beschrieben,
hier noch einmal eine Kurzfassung.
Das Stiftungsvermögen zum Zeitpunkt der Gründung bestand zum überwiegenden Teil aus Gemeindevermögen - dass
für diesen Zweck ausgegliedert wurde - und Spenden. Es muss dauerhaft zur Verfügung stehen und darf in seiner
Höhe grundsätzlich nicht angetastet werden.
|
|
Die Förderung des Stiftungszweckes ist also nur aus den erwirtschafteten Erträgen dieses Vermögens zulässig.
Bei den derzeitigen Renditen steht auf dem Guthabenkonto, auch künftig, nicht viel Verteilungsmasse bereit.
Das Vereinsvermögen - es besteht aus den Mitgliedsbeiträgen, Erlösen aus Aktivitäten wie Trödelmarkt, Agape,
Kirchtürsammlung pp. und gelegentlichen Spenden - ist gemeinnützig und zeitnah zu verwenden. Das Bilden von
Rücklagen ist aus steuerrechtlichen Gründen nur im beschränkten Umfang zulässig und möglich.
Hier könnte, wenn nur genügend Verteilungsmasse vorhanden wäre, der "schnell eingenommene Euro"
bestimmungsgemäß ausgegeben werden; d. h. Ausgaben für Kirchenmusik, kurzfristige dringend benötigte
Neubeschaffungen jedweder Art, Renovierungen oder wo sonst noch eine Bezuschussung erforderlich, wären jeder
Zeit abrufbar.
Stiftung und Verein stehen nicht in Konkurrenz sondern Symbiose und ergänzen sich.
Die rund 30 Mitglieder des Bau- und Fördervereins und die relativ kleine Schar der Spender können dies jedoch
nicht durch ihre Beiträge allein schultern.
Für den Bau- und Förderverein der Pfarrei St. Joseph e.V., Klaus Linke
Aus dem Pfarrbrief, Ausgabe .... .....
|
|
|